SIGNUM LUMINIS 21. Koblenzer Nach der offenen Kirchen

22. Mai 2026 – Liebfrauenkirche

19:00-19:45 Uhr Eröffnung mit Dekan Thomas Darscheid und Vernissage mit Astrid Fries
Ausstellung „Kreuz des Südens“ von Eva Maria Enders Mitwirkende: Aaron Röder mit Interpretationen zu Interstellar sowie vokalista – Vokalensemble 
Leitung: Wolfram Hartleif

20:00-20:45 Uhr Messe solennelle cis-moll von Louis Vièrne
im Arrangement für Chor, große Orgel, Holzblasensemble und Kontrabass
Mitwirkende: Jugendkammerchor der Singschule Koblenz, Vokalensemble der Liebfrauenkirche, St.-Martins-Chor Bad Ems
Leitung: Martin Chrost und Wolfram Hartleif

21:30-22:00 Uhr Sommernachtskonzert VokalEMSemble
Leitung: Martin Chrost


 Achsenwechsel 2026

23. bis 25. Oktober | Koblenzer Hauptfriedhof

Kunst, Lesungen, Führungen und Musik: Vom 23. bis 25. Oktober verwandelt sich der Koblenzer Hauptfriedhof erneut in einen besonderen Kulturort.

Die Kulturreihe „Achsenwechsel – Stationen des Lebens“ geht in die dritte Runde und lädt dazu ein, den Friedhof als Ort der Begegnung, Besinnung und Kultur neu zu entdecken.
„Mit dieser dritten Ausgabe leisten wir erneut einen Beitrag zur Enttabuisierung von Tod und Vergänglichkeit – hin zu einer offenen, nicht ausschließlich von Trauer bestimmten Auseinandersetzung“, betont Initiatorin Dr. Margit Theis-Scholz. Unter der Federführung des Eigenbetriebs Grünflächen- und Bestattungswesen haben sich zahlreiche Partner zusammengeschlossen – darunter die Universität Koblenz, der Koblenzer Hospizverein e. V., die Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfälzischer Künstler e. V., die Evangelische Kirche, der Förderverein Lesen und Buch – Freunde der StadtBibliothek Koblenz e.V. sowie der Koblenzer Kulturverein. Die Veranstaltungen sind kostenfrei. Veranstaltungsort ist unter anderem die historische Feierhalle am Hochkreuz (Beatusstraße).

Ein Höhepunkt ist die Ausstellung „Signum Luminis – Licht und Gestalt“ von Eva Maria Enders und Bruder Stephan Oppermann in der historischen Feierhalle am Hochkreuz. Es geht um zwei künstlerische Positionen, die sich in einer gemeinsamen Frage begegnen: Was weist uns den Weg – und wo finden wir Orientierung?
Mit ihren Lichtkörpern öffnet Eva Maria Enders Räume zwischen Himmel und Erde, zwischen Sichtbarem und Unermesslichem. Bruder Stephan Oppermann setzt diesem kosmischen Blick die menschliche Gestalt entgegen. In seinen Plastiken zeichnen sich Fragmente von Gesichtern und menschlichen Umrissen ab – unvollständig und offen, zugleich unmittelbar und vertraut.
Licht und Gestalt treten hier in einen Dialog: Das Licht öffnet den Blick nach außen, in die Weite der Schöpfung, während die menschliche Gestalt nach innen führt – zu den eigenen Fragen, Grenzen und Brüchen. Zwischen Himmel und Erde, Kosmos und Mensch entsteht ein Raum der Besinnung. Die Arbeiten laden dazu ein, innezuhalten und sich selbst als Teil eines größeren Zusammenhangs wahrzunehmen.
Die menschlichen Fragmente in den Plastiken können zum Bild des eigenen Lebens werden. Auch wir tragen Brüche, offene Fragen und Unvollendetes in uns. Niemand ist ein fertiges Ganzes. Darin liegt eine Verbindung zum christlichen Menschenbild: Der Mensch ist Teil der Schöpfung, empfängt sein Leben und ist zugleich aufgerufen, es zu gestalten. Die Ausstellung lädt dazu ein, über äußere und innere Orientierung nachzudenken und den eigenen Platz zwischen Weite und Nähe wahrzunehmen.