Exoplaneten

#universe #exoplantes #mixmedia #art

Mischtechnik | ø 50-35cm | © VG Bildkunst


Der letzte Schnee


Schneesturm 

Ein winterliches Gedicht


Erst gestern war es, denkst du daran?
Es ging der Tag zur Neige.
Ein böser Schneesturm da begann
und brach die dürren Zweige.
Der Sturmwind blies die Sterne weg, 
die Lichter, die wir lieben. 


Vom Monde gar war nur ein Fleck,
ein gelber Schein geblieben.
Und jetzt? So schau doch nur hinaus:
Die Welt ertrinkt in Wonne. 

Ein weißer Teppich liegt jetzt aus.
Es strahlt und lacht die Sonne.
Wohin du siehst: Ganz puderweiß
geschmückt sind alle Felder.
der Bach rauscht lustig unterm Eis.
Nur finster stehn die Wälder.

Alexander Puschkin (1799-1837) 

Puschkin lässt uns die gänzliche Größe Russlands, wandelbar, luxuriös und unvorhersehbar erleben. Doch es tobt ein heimtückischer, zerstörerischer Sturm, beschrieben als flüchtiges Phänomen, der jedoch auch am nächsten Morgen die majestätische Ruhe überschattet. Wenn auch die Sonne wieder scheint, das Eis und der Schnee die Natur erhellen – die Erinnerungen an das Finstere, die dunklen Wälder und die gebrochenen Zweige – sie werden immer bleiben! ee

Zu sehen ist das Werk in der Ausstellung
NEXUS OSTWIND – Im Dialog mit östlichen Kulturwelten: